© Flörke, NW
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Andreas Altemeier, neuer Direktor für Landvolkshochschule und Jugendhaus

Hallo Andreas, beschreibe die Landvolkshochschule für Dich in drei Worten:
Wichtiger Ort Hardehausens

Was hast Du über die Landvolkshochschule, Kurse, Gäste der Landvolkshochschule in den ersten 100 Tagen neu entdeckt/erfahren, was Dich überrascht hat?
Viel überrascht hat mich nicht. Ich wusste ja um die Bedeutung der Landvolkshochschule für Hardehausen, für das Bildungsnetzwerk im Erzbistum. Aufgrund meiner vorhergehenden Aufgabe als Leiter der Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen, wusste ich auch um das große Engagement der Einrichtung für das pädagogische Personal, für die Erzieherinnen und Erzieher.
Überrascht hat mich aber doch, wie generationsübergreifend die Arbeit der Landvolkshochschule ist und damit, wie lebensbegleitend sie für die Menschen im ländlichen Raum ist.

„Hardehausen ist das Versprechen der Kirche an die Landwirtschaft.“ – Welche Verbindung hast Du zur Landwirtschaft?
Ich weiß wenig über Landwirtschaft, jedenfalls was die Bewirtschaftung von Höfen angeht. Die Bedeutung der Landwirtschaft ist mir allerdings bewusst. Ich esse gerne, bin ein genießender Mensch und weiß, wie wenig selbstverständlich es ist, genug Nahrungsmittel zu haben. Deswegen bin ich auch ein dankbarer Mensch. Darüber hinaus bleibe ich neugierig mehr zu erfahren.

Der Grundkurs ist der wichtigste Kurs der Landvolkshochschule. – Konntest Du schon erste Eindrücke zum Grundkurs gewinnen?
Interessant für mich ist, dass der Grundkurs sich nicht nur auf die Kursdauer beschränkt, sondern dass er die Grundlage für ein begleitendes Netzwerk setzt. Grundkursteilnehmer vergangener Kurse stehen oft weiter in gutem Austausch. Der Grundkurs trägt dazu bei, dass Hardehausen für die Familien der ehemaligen Grundkurs Teilnehmer auch im weiteren Leben eine feste Konstante bleibt.

Beschreibe Deine Aufgaben: Was siehst Du als Deine Schwerpunkte?
Hardehausen ist ein Ort, der geprägt ist von seiner Geschichte, insbesondere von der benediktinischen Tradition, die die Mönche der Zisterzienser hier verortet haben. Meine Aufgabe ist zwar vielseitig und doch einfach zu beschreiben: Ich darf daran mitarbeiten, dass Hardehausen ein solcher Ort bleibt, weiterwächst und auch für neue Zielgruppen zu einem begleitenden Ort wird.

Eine Deiner Aufgaben ist mit dem Stichwort „Bistumsort“ verbunden. Was ist damit gemeint? Welche Kompetenzen kannst Du gut hier einsetzen?
Hardehausen ist ein besonderer Ort im Erzbistum, der sich zurzeit vor allem zwei Zielgruppen erschließt. Das Jugendhaus und die LVH sprechen junge Menschen und Menschen aus dem ländlichen Raum an, miteinander Leben zu entdecken, zu gestalten und zu feiern.
Ein solch besonderer Ort lädt im Rahmen des Transformationsprozesses im Erzbistum weitere Menschen ein, hier miteinander Gemeinschaft und Glauben zu leben. Das neue Tagungshaus, das Roberthaus, macht diesen Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes greifbar. Es wird ein einladendes Haus werden, geprägt von benediktinischer Gastfreundschaft.
Über das Beschriebene hinaus, werden wir in Hardehausen auch die seelsorglichen, katechetischen und spirituellen Angebote ausweiten. Die neu gestaltete Kirche in Hardehausen macht neugierig und im übertragenden Sinn macht Hardehausen auf die Kirche und ihre Botschaft neugierig.
Vielleicht kann man die Herausforderung anhand der Gebäude in Hardehausen gut in den Blick nehmen. Jugendhaus und Landvolkshochschule, Roberthaus und Kirche werden diesen Ort weiter prägen und mehr Menschen und ihre Familien einladen.
Ich kann dazu meine langjährigen Erfahrungen im Dienst des Erzbistums einbringen, meine Fähigkeit zu strategischem Denken. Vor allem aber bin ich ein Mensch, dem Teamarbeit wichtig ist. Es ist mir ein Anliegen, dass Wege wirklich gemeinsam entwickelt werden, nicht nur im kleinen Kreis oder am sogenannten grünen Tisch.

Zum Schluss noch etwas Persönliches: Welche Hobbys hast Du? Wie bist Du ehrenamtlich aktiv?
Ehrenamtlich habe ich mich in den vergangenen 15 Jahren im Vorstand des Heimatschutzvereins Scherfede engagiert. Mir gefällt es, mit vielen unterschiedlichen Menschen im Austausch zu sein, Dinge zu planen und zu entwickeln, das Leben vor Ort mitzugestalten.
Ich versuche regelmäßig Sport zu machen, was aber nur bedingt gelingt. Ansonsten reise ich gerne, vor allem an die Nordsee, wo der Wind den Kopf frei macht.

Vielen Dank für dieses interessante Interview. Wir wünschen Dir alles Gute und Gottes Segen für Dein Wirken in Hardehausen.

„Ich habe Hardehausen als lebensbegleitenden Ort entdeckt.“

Andreas Altemeier, bisher Abteilungsleiter der Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen im Erzbischöflichen Generalvikariat, hat zum 01. Februar die Aufgabe des Direktors der Landvolkshochschule und des Jugendhauses übernommen. Ein Interview zu den ersten 100 Tagen