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Lageplan

Diese Bank am nord-östlichsten Punkt von Hardehausen ist mein Lieblingsplatz. Gestoßen darauf bin ich in meiner ersten Woche hier, als ich wissen wollte, was sich eigentlich alles innerhalb dieser Klostermauern verbirgt. Ein kleines Treppchen führt hinauf zur Mauer, von wo aus man einen herrlichen Blick auf Weizen und Wiese hat. Die Bank lädt zum Innehalten ein: Man blickt auf alte, hohe Nadel- und Laubbäume. Selten trifft man hier Menschen und so ist diese Bank ideal, um kurz in der Stille und beim Rauschen der Bäume zur Ruhe zu kommen und bereit zu sein für neue Begegnungen.

 

 

 

Die Marienkapelle ist für mich ein Kraftort in Hardehausen:

Die Natur ins Gebet nehmen,
das Reich Gottes ersehnen,
die schöne Schöpfung genießen,
die eigene Stimmung nicht verdrießen.

 

 

 

 

 

 

Die Michaelskapelle liegt nördlich der Kirche Richtung Sportplatz. Sie ist das älteste Gebäude auf dem ganzen Klostergelände und war für die Zisterziensermönche das Ossuarium, das Beinhaus. Schon im Bau der Kapelle wird ihre Bedeutung sichtbar. Das Fundament ist viereckig und erinnert mit der Zahl vier an das Irdische. Z. B. die vier Jahreszeiten, die vier Himmelsrichtungen oder die vier menschlichen Tugenden der Antike untermauern diese Symbolik. Über dem vierseitigen Fundament folgt die achtseitige Kapelle, die über eine Außentreppe erreichbar ist und in der erstaunlicherweise gut 20 Personen Platz finden. Der gotische Stil der 1210 fertig gestellten Totenkapelle ist klar ersichtlich. Aus den acht Seite werden 16 Spitzen im Dach, die in einem Punkt enden. Der eine Punkt steht für Gott. Vom Irdischen zum Göttlichen: Der heilige Michael begleitet die Menschen auf diesem Weg.
Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch in Hardehausen dieses im Inneren so unbekannte Kleinod nicht entgehen.

 

 

Heiner Stiene, Warburg, hat aus den Steinen der Fenster der Vorkirche, ergänzt durch weitere, dieses Kunstwerk zu den vier Elementen geschaffen. Es steht im Patio am Westflügel der Kirche.